Parfum in Kosmetik – gut oder schlecht?

Jeder riecht gerne gut, wobei ein Wohlgeruch natürlich auch Geschmackssache ist. Allgemein lässt sich der Konsens finden, dass Düfte Menschen sowohl anziehen als auch abstoßen können, je nachdem, ob wir unsere damit gemachte Erfahrung positiv oder negativ bewerten. Das Wort Geruch kommt vom Lateinischen Olfactus, daher spricht man auch von der olfaktorischen Wahrnehmung und einem olfaktorischen Gedächtnis.

Auch die Kosmetikindustrie schafft ein olfaktorisches sogenanntes Markengedächtnis. Wird ein Produkt auch über das Riechorgan positiv wahrgenommen, hat man als Hersteller schon halb gewonnen. Soweit, so legitim. Doch es wird noch besser. Manche Duftstoffe haben nämlich sogar antibakterielle und damit leicht desinfizierende Eigenschaften. Auf den ersten Blick oder vielmehr das erste Anriechen scheint es demnach vollkommen nachvollziehbar, warum auch Pflegeprodukte auf Duftstoffe setzen. Doch es ist nicht alles gut, was gut riecht.

 

Vorsicht Allergie! Reizende Duftstoffe in der Kosmetik

Die Statistiken unterscheiden sich. Manche sprechen von jedem 5., andere von jedem 10. Deutschen, der auf bestimmte Duftstoffe allergisch reagiert.

Fakt ist: Es sind so viele, dass es Konsequenzen für die Deklaration geben musste. Laut Beschluss der Europäischen Union sind Hersteller verpflichtet, bestimmte Duftstoffe auf der Verpackung anzugeben. Die Liste umfasst 26 Duftstoffe, die bei Allergikern Symptome wie juckende Hautrötungen, nässende Bläschen, Quaddeln, Schuppung, Juckreiz bis hin zu chronischen Entzündungen auslösen können. Übrigens: Für die Auslösung der Allergie spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Duftstoff um ein natürliches oder ein künstlich hergestelltes Aroma handelt. Natur schützt vor Allergie leider nicht.

Gewiss reagiert nicht jeder auf diese Duftstoffe allergisch. Wenn der Partner eine Nuss-Allergie hat, muss man selber nicht auf Nüsse verzichten. Aufmerksamkeit jedoch schadet nicht. Wer befürchtet, auf Kosmetika allergisch zu reagieren, sollte zum Hautarzt gehen. Wird eine Kontaktallergie diagnostiziert, sollten Betroffene das Allergen konsequent meiden. Eine Heilung gibt es nicht.

 

Parfumfrei = frei von Parfum?

Da manch potenziell allergieauslösender Duftstoff auch andere – zum Beispiel antibakterielle – Eigenschaften hat, findet man ihn nicht unbedingt unter der Bezeichnung ‚Parfum‘. Er wird nach seiner weiteren Funktion – zum Beispiel antibakteriell – benannt. In einem Produkt kann also durchaus Parfum enthalten sein, auch wenn verkaufsfördernd mit „parfumfrei“ geworben wird. Tipp: Kleingedrucktes auf der INCI-Liste lesen.

 

Die Studien und Datenvergleiche des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken zeigen, dass folgende Duftstoffe starke Allergene sind:

  • Eichenmoos (Evernia prunastri extract)
  • Baummoos (Evernia furfuracea extract)
  • Isoeugenol
  • Cinnamal

 

Diese Duftstoffe müssen außerdem auf der INCI-Liste stehen:

  • Amyl cinnamal
  • Amylcinnamyl alcohol
  • Benzyl alcohol
  • Benzyl salicylate
  • Cinnamyl alcohol
  • Citral
  • Coumarin
  • Eugenol
  • Geraniol
  • Hydroxycitronellal
  • Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde
  • Anise alcohol
  • Benzyl benzoate
  • Benzyl cinnamate
  • Citronellol
  • Farnesol
  • Hexyl cinnamal
  • Butylphenyl methylpropional
  • Limonene
  • Linalool
  • Methyl 2-octynoate
  • Alpha-isomethyl ionone

 

Und wonach duftet HighDroxy?

Alle HighDroxy Produkte sind unbeduftet. Einen leichten Geruch kann man natürlich trotzdem wahrnehmen, denn die verwendeten Inhaltsstoffe haben eben auch ihren eigenen Geruch. Dieser kann – ganz subjektiv gesehen – auffallend sein oder nicht. Der leicht aromatische Geruch von HighDroxy Face Serum z. B. ist zum einen der hoch konzentrierten Mandelsäure zuzuschreiben, zum anderen einem kleinen Anteil des ausgezeichnet verträglichen Rosmarinextraktes. Diesen verwenden wir aufgrund seiner antioxidativen Wirkung. Das LIPID’OR Pflegeöl duftet leicht nach dem enthaltenen (pflegenden) Mandarinenöl, ebenso wie das FACE WASH aus der ONE-Serie. Und in der PORIFY SOLUTION wird eine geringe Menge Rosenalkohol dazu eingesetzt, einen der Wirkstoffe zu konservieren. Gemeinsam mit dem Gurkenextrakt ergibt das einen frischen, leicht grasigen Duft.

 

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