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Wissenswertes zur Perioralen Dermatitis

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Stewardessen-Krankheit: Turbulenzen auf der Haut

Clown-Ekzem, Stewardessen- oder Mannequin-Krankheit – was auf den ersten Blick lustig klingt, kann die Psyche sehr belasten. Grund dafür sind Rötungen, Pusteln und kleine Bläschen – meist als Resultat überpflegter Haut und die hat eben kein schönes Gesicht. Personen, die aus professionellen Gründen auf ihr Äußeres achten müssen oder sich sehr häufig schminken, sind aus diesem Grund anfällig für die Periorale Dermatitis.  

Was ist die Periorale Dermatitis?

Die periorale Dermatitis ist eine Hautkrankheit. Die gute Nachricht ist: Sie ist nicht ansteckend und als Krankheit eher harmlos. Dennoch ist der Verlauf oft langwierig und daher psychisch belastend. Sie äußerst sich in entzündlichen, teils eitrigen Knötchen, die in fast 40 % der Fälle um den Mund herum (also perioral) auftreten, daher die Namensgebung. Bei 15% der Betroffenen kommt eine Verbreitung um die Nase herum dazu. Es kann aber auch sein, dass die unangenehmen Bläschen ausschließlich um Nase oder die Augen herum auftreten. Ein ringförmiger Streifen direkt um die Lippen herum bleibt typischerweise meist verschont.

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Überpflegte Haut sollte – wenn überhaupt – nur mit minimaler Pflege auskommen.

Wie erkenne ich eine Periorale Dermatitis?

Die Periorale Dermatitis äußert sich in kleinen, rötlichen Knötchen und Bläschen in Kombination mit einer gelblichen oder roten Verfärbung und Schuppung der Haut um den Mund herum (daher auch der Name „Mundrose“). Manchmal sind Pusteln zu sehen. Dazu kommen unangenehme Schmerzen, Brennen, Juckreiz.  

Wie entsteht eine Periorale Dermatitis?

Leider gibt es bisher keine wissenschaftlich geklärte Ursache für die Periorale Dermatitis. Es kommen mehrere Auslöser in Frage – vielseitige Faktoren können das Auftreten der perioralen Dermatitis fördern:

  • Die genetische Disposition scheint eine Rolle zu spielen. Menschen, die zu Allergien neigen und/ oder eine sehr empfindliche Haut haben, sind oft besonders häufig betroffen. Die Veranlagung in Kombination mit einem bestimmten Auslöser kann dann zu einer mehr oder minder stark ausgeprägten perioralen Dermatitis führen.
  • Die Verwendung bestimmter Substanzen wie z.B. Asthmasprays, Kortisoncremes oder die Einnahme von Kortison.
  • Hormonelle Umstellungen, Stress, Bakterien oder Pilzbefall können Auslöser für die periorale Dermatitis sein.
  • Ständige Hautreizungen durch stark okkludierende (also verschließende) Pflegeprodukte, wie z. B. Sonnencremes mit physikalischen Filtern, zu viel Pflege, die falsche Pflege oder zu häufige Reinigung können über einen längeren Zeitraum zu einer Intoleranz führen. Die Hautbarriere wird gestört. Eine Störung der Hautbarriere äußert sich darin, dass zu viel Wasser verloren geht und die Haut austrocknet, schuppig wird und spannt.
  • Erneutes Cremen gegen das Spannungsgefühl (meist unter Verwendung von Feuchtigkeitscremes) überfeuchtet die oberste Hornschicht, sodass diese aufquillt und die Haut noch durchlässiger macht: Keime und Bakterien können nun leicht eindringen.

Überpflegte Haut – was tun?

Kommt es zu den Anzeichen einer perioralen Dermatitis, sollten Sie in keinem Fall auf eigene Faust „herumdoktern“, sondern schnellstmöglich zum Arzt gehen. Allein, weil der Arzt die periorale Dermatitis auch gegen Akne, Rosazea oder andere Hautkrankheiten abgrenzen, Ihnen eine therapeutische Salbe verschreiben und eine individuelle Therapie verordnen kann.

  • Sie sollten Ihre bisher verwendeten Produkte nicht weiter verwenden (auch wenn die Haut spannt und es schwer fällt), denn meist sind diese Teil des Problems.
  • Falls möglich, bitte auf Kortison verzichten, da Kortison die Hautbarriere zusätzlich schädigen oder gar Auslöser für die periorale Dermatitis sein kann. Auch von einer Behandlung mit Kortisonpräparaten sollte daher abgesehen werden. Diese verschaffen zwar kurzfristig Linderung, verschlechtern jedoch langfristig die Hautsituation oftmals.
  • Beachten Sie, dass es – wenn Sie Kortison absetzen – zu einer zeitweisen Verschlechterung der Beschwerden kommen kann.
  • Gönnen Sie Ihrer Haut eine Auszeit: Am besten wäre eine „Nulldiät“ für die Haut über 3-4 Wochen. Falls dies nicht umsetzbar ist, verwenden Sie lediglich lauwarmes Wasser oder ausgesprochen milde Reiniger und leichte Pflege speziell für empfindliche Haut. Ihre Pflege sollte auf Duft- und Konservierungsstoffe, Parabene und Emulgatoren verzichten, nicht okklusiv sein und Ihre Haut nicht mit Wirkstoffen überfordern.
  • Geben Sie Ihrer Haut Zeit! In der Regel benötigt sie mehrere Wochen bis Monate, um ihre natürlichen Funktionen wiederherzustellen.

Ist Ihre Hautbarriere wiederhergestellt und die periorale Dermatitis überwunden, sollten Sie sich in einem nächsten Schritt genau überlegen, welche Produkte Ihre Haut zukünftig benötigt. Ganz wichtig: Bestimmen Sie Ihren Hauttyp um die für Sie passende Pflege zu finden.

Benötigen Sie Hilfe bei der Bestimmung Ihres Hauttyps? Wir helfen gerne weiter.

Quellen und Lesefutter:

Bildquelle: Vladimir Gjorgiev/shutterstock.com