Schönes Aussehen? Alles Ansichtsache!

Schriftzug Beyoutiful mit Betung auf You (Du), um die individuelle Schönheit hervorzuheben

Fleckenfrei, gesund, glatt, rosig, prall, feinporig … Das Wunschkonzert rund um die perfekte Haut braucht schon ein ausgewachsenes Sinfonieorchester, um den Ansprüchen zu genügen. Zumindest, wenn man den aktuellen Zeitgeist anstrebt. Die Betonung liegt auf „aktuell“, denn was als schön gilt, liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern auch an der jeweiligen Zeit. Schönheitsideale sind ein kulturelles Phänomen und verändern sich mit den vorherrschenden Lebensweisen und Leitbildern ihrer Epoche. Was sich diesbezüglich in den letzten 150 Jahren so getan hat – und welche Rolle die heutigen modernen Medien dabei spielen – schauen wir uns in diesem Beitrag etwas genauer an.

Schönheit liegt im Trend – schon immer

Wenn man so will, ist Schönheit nichts Anderes als eine Modeerscheinung. Ein Beispiel: Der Taillenumfang eines Models liegt heute bei etwa 60 Zentimetern. Der bekannteste deutsche Modelexport – Heidi Klum – soll sogar auf 65 kommen. Noch in den 1950er Jahren galten 54 Zentimeter als ideal für die berühmte „Wespentaille“. Gut 100 Jahre zuvor sollten die Taillen der Damen sogar so schlank sein, dass zwei Männerhände sie umspannen konnten. Bei schöner Haut ist das nicht viel anders. In Europa prägen heute ein natürliches, junges Aussehen und eine leichte Bräune ein makelloses Hautbild. Ein moderat gebräunter Teint ist heute eher der Beweis dafür, dass man sich Erholung leisten kann – gearbeitet wird überwiegend drinnen. Wer zu blass aussieht, gilt schnell als müde oder kränklich.

Leichenblässe als Schönheitsideal

Im Rokoko hätten Damen wie Herren darüber stark die Nase gerümpft. Im 18. Jahrhundert war eine vornehme Blässe en vogue. Gebräunte Haut trug nur die arme Landbevölkerung, die körperlich im Freien arbeiten musste. Das änderte sich erst in den 1960er Jahren, als die Besserverdienenden begannen, sich Urlaub am Mittelmeer zu gönnen. Den hellen Teint erzielte man im Rokoko bevorzugt, indem man großzügig in den Pudertopf griff – oder sogar zu deutlich drastischeren Mitteln: In der Antike erfunden, wurden Bleichcremes noch bis ins 19. Jahrhundert hinein verwendet. Sie enthielten giftiges Bleiweiß, manchmal auch Quecksilber, und bescherten mancher Dame eine Leichenblässe – im wahrsten Sinne des Wortes.

Als Kontrast gab man ordentlich Rouge auf die Wangen – das galt sogar für Greise und Kinder. Von Natürlichkeit keine Spur! Vom Waschbecken hielt man sich mindestens so weit entfernt wie von der Sonne. Denn Baden war als ungesund geradezu verpönt. Durch Schmutz und alte Schminke entzündete Stellen und Hautunreinheiten verdeckte man fix mit einem Mouche. Das waren Schönheitspflästerchen aus schwarzem Stoff in Form von Herzen, Mondsicheln oder Sternen. Unangenehmen Körpergeruch überdeckten die Adeligen mit Parfum in rauen Mengen.

Blass oder gebräunt? 50 Shades of Beauty.

Selbst heute gibt es noch viele verschiedene Vorstellungen davon, was schöne Haut ausmacht, insbesondere welcher Hautton als besonders attraktiv gilt. Dafür müssen wir nur etwas über die Landesgrenzen hinausschauen. Im Gegensatz zum deutschen Schönheitsideal streben die Frauen in Japan, Korea und China nach einer Haut so „transparent wie Schnee“ und schützen sich mit für uns teils abstrus erscheinenden Verhüllungen vor bräunenden Sonnenstrahlen. Es gibt in Japan sogar Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 130. Auch Hautbleichmittel sind noch immer ein großes Thema, wenngleich mit nicht mehr ganz so radikalen Ingredienzen wie oben beschrieben. Und ein gigantisches Geschäft: 2018 soll der weltweite Umsatz bei 17 Milliarden Euro gelegen haben. Gesund sind diese Cremes und Masken noch immer nicht. Bei Tests wurde in einigen Produkten sogar Formaldehyd nachgewiesen, das sonst in der Möbelproduktion verwendet wird. Auch in Indien fällt auf, dass die Gewinnerinnen der landesweiten Miss-Wahl überdurchschnittlich helle Haut haben. In Kontaktanzeigen wünschen sich heiratswillige Männer nicht selten eine Kandidatin mit „fair skin“ – also heller Haut. Vielleicht hat es etwas mit der Kolonialgeschichte des Landes zu tun. Immerhin war die herrschende und mit Macht ausgestattete Schicht lange Zeit europäisch, also mit Menschen besetzt, deren Hautton deutlich heller war als der Hautton der indischen Bevölkerung zu jener Zeit.

Faltenfrei ist einerlei

Auch in Bezug auf die Hautbeschaffenheit beschäftigt Attraktivitätsforscher die Suche nach der ultimativen Schönheitsformel. In aufwendigen Untersuchungen widmen sie sich der Frage, welche Merkmale der Haut die Attraktivität steigern. Dass ausgerechnet Falten dabei eine eher untergeordnete Rolle zu spielen scheinen, zeigt unter anderem eine Studie der Universität Göttingen: Hierfür wurden 169 Frauen im Alter von 11 bis 76 Jahren fotografiert. Ihre Porträts wurden dann mithilfe modernster Bildbearbeitung um Falten bereinigt, ohne die weitere Hautbeschaffenheit zu verändern. Dann wurden die Porträts auf ein standardisiertes 3D-Kopfmodell übertragen, sodass die Gesichtsform bei allen Probandinnen identisch war. Auch die Augenbrauen, Haare und Lippen wurden standardisiert.

Die so vereinheitlichten Gesichter unterschieden sich jetzt einzig in der Hautpigmentierung. Die Porträts wurden anschließend weiblichen und männlichen Testpersonen gezeigt, mit der Aufgabe, die Gesichter nach Alter, Gesundheit, Jugendlichkeit und Attraktivität zu beurteilen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Je homogener die Haut, desto jünger und gesünder wurde das Gesicht geschätzt; die Bandbreite der Altersschätzung durch die Testpersonen umfasste dabei 20 Jahre.

Schön langweilig? Gleichmäßige Haut kommt an.

Das ist durchaus bemerkenswert, da alle Gesichter ja „egalisiert“ wurden – die Ursprungsfotos der jungen Mädchen waren als solche nicht mehr erkennbar. Das Fazit der Studie: Neben den Falten als sichtbarem Altersmerkmal entscheidet vor allem das Maß an Verfärbungen und Inhomogenitäten der Haut darüber, wie gesund und nicht zuletzt attraktiv ein Gesicht wahrgenommen wird. Interessant: Bei der Beurteilung der bearbeiteten Fotos durch die Testpersonen unterschieden sich die Beurteilungen der Frauen nicht von denen der Männer – obwohl ausschließlich Frauengesichter gezeigt wurden. Ebenmäßige Haut finden eben alle schön. Dieser Umstand hat sich in anderen Experimenten zu Schönheitsmerkmalen übrigens schon als Störfaktor herausgestellt: Für die Ermittlung eines – aus wissenschaftlicher Sicht – durchschnittlichen Gesichts wurden etliche Fotos übereinandergelegt. Das so geschaffene „Allerweltsgesicht“ wurde von den Befragten als überaus attraktiv wahrgenommen.

Erst durch nachfolgende Untersuchungen zeigte sich: Die Verschmelzung der einzelnen Porträts ergab im Ergebnis eine fast unnatürlich homogene Hautoberfläche. Die Probanden schienen sich genau davon angesprochen zu fühlen, weniger von den Proportionen des Kunstgesichts. Dennoch spielen Proportionen und Symmetrie eine durchaus gewichtige Rolle in unserem Schönheitsverständnis – und das bereits seit langer Zeit. Zugegeben, mit Hautpflege kann man hier wenig ausrichten – bitte erlauben Sie mir dennoch den nun folgenden thematischen Schlenker.

Da hilft keine Creme der Welt: Die Symmetrie schöner Gesichter

Obwohl die Menschen im Laufe der Zeit in allen Winkeln der Erde durchaus völlig unterschiedliche Schönheitsideale anhimmelten, suchten Forscher parallel stets nach einer universellen Formel für Schönheit. Die Ersten waren vermutlich die Künstler der Renaissance. Hier entstand das Prinzip des Goldenen Schnitts, das in Malerei und Fotografie für eine besonders harmonische Bildaufteilung sorgt und auch in der Natur zu finden ist.

Im zahlengetriebenen Forschungswettbewerb gibt es außerdem die Siebtel-Regel. Sie ist unter anderem im Gesicht der Venus von Botticelli, einer offenbar raum- und zeitlosen Darstellung weiblicher Schönheit, nachvollziehbar: Haare oberstes Siebtel, Stirn und Nase je zwei anschließende Siebtel, Abstand Nase zu Mund ein Siebtel, Abstand Mund zu Kinn ein weiteres Siebtel. Es folgten noch viele andere Versuche, die Schönheit eines Gesichtes zu berechnen. Dabei taucht immer wieder die Symmetrie als zentraler Schönheitsfaktor auf.

Abbildung der Fibonacci Spirale am Beispiel einer Pflanze und Mona Lisa
Die Goldene Spirale ist die Visualisierung der sogenannten Fibonacci-Zahlenfolge, die Leonardo Fibonacci zu Beginn des 13. Jahrhunderts entwickelte. Sie beschreibt eine unendliche Folge von Zahlen, bei der sich die jeweils folgende Zahl durch die Summe ihrer beiden vorherigen Zahlen ergibt. Die Goldene Spirale ist eng mit dem Goldenen Schnitt verwandt. Er ist Grundlage vieler Formen, die in der Natur vorkommen und wirkt deshalb auf das menschliche Auge besonders schön und ansprechend. Er wird schon seit Jahrtausenden von Künstlern und Architekten genutzt.

Als Begründung dient ein evolutionsbiologisches Argument: Gewisse Gendefekte oder Viruserkrankungen führen zu Asymmetrien im Gesicht. Einen Partner mit symmetrischen Gesichtszügen auszuwählen, erhöht die Chance, dass er gesund ist – und mögliche Nachkommen ebenfalls. Da macht es Sinn, wenn der Mensch symmetrische Gesichter attraktiv findet. Im Gegensatz dazu steht allerdings die wissenschaftliche Erkenntnis, dass wir allzu gleichmäßige Gesichter sehr schnell vergessen. Menschen mit leichten Abweichungen bleiben uns viel länger im Gedächtnis. Um sichtbar zu sein, braucht ein Gesicht also durchaus eine Spur Asymmetrie.

Die Siebtelregel

Zuletzt ging ein Forschungsergebnis von Psychologen der Universitäten in Toronto und San Diego durch die Presse. Demnach sind die Traummaße für das Gesicht 36 und 46 – Prozent wohlgemerkt: In einem schönen Frauengesicht misst der Abstand zwischen Augen und Mund genau 36 Prozent der Gesichtslänge gemessen vom Haaransatz bis zum Kinn. In der Waagerechten sei Schönheit dann gegeben, wenn der Abstand zwischen den Augen 46 Prozent der Gesichtsbreite ausmache (gemessen zwischen den beiden Ohransätzen). Interessanterweise entsprechen sehr viele prominente Schönheiten wie Angelina Jolie oder Elizabeth Hurley dem 36/46-Verhältnis keineswegs, durchaus aber das durchschnittliche Gesicht einer kaukasischen Frau. Also – was tun, wenn das eigene Gesicht mit diesen scheinbaren Idealmaßen nicht gesegnet ist? Zum einen: aufatmen. Denn wenn es wirklich nur um Proportionen geht, lässt sich einiges tricksen, mit Frisuren beispielsweise. Ein Pony verändert die Wahrnehmung der Gesichtslänge ebenso, wie über die Ohren fallende Haare die Breite kaschieren. Gute Friseure können mit solchen Tricks den Typ eines Menschen völlig verwandeln. Auchmit entsprechendem Make-up lassen sich gezielt Konturen setzen, welche die Gesichtsform und ihre Proportionen ausgleichen.

Darstellung der Siebtelregel am Beispiel der Venus von Boticcelli
Sowohl die jahrhundertealte „Siebtel-Regel“, die schon in der Renaissance Anwendung fand, als auch die vergleichsweise neue 36/46-Regel versuchen, das subjektive Empfinden eines schönen Gesichts in eine Formel zu gießen.

Der Wunsch, einem Schönheitsideal zu entsprechen, nimmt immer stärkere Ausmaße an. Selbstoptimierung ist das Schlagwort des vorherrschenden Zeitgeistes. Alles soll strahlen und möglichst makellos sein – zur Not eben per Instagram-Filter. Pflegeprodukte tragen Begriffe wie photo-ready im Namen und sollen uns zur falten- und porenfreien Selbstdarstellung verhelfen. Zwar wissen wir alle längst, dass bei Modelaufnahmen mit professioneller Bildbearbeitung mehr als ein bisschen nachgeholfen wird. Die meisten von uns überarbeiten ihre Profilbilder für WhatsApp & Co. mittlerweile denn auch selbst. Ein bisschen Glättung hier, ein wenig Glow dort – schon sieht man gleich viel gesünder und attraktiver aus. Doch trotz des Wissens um die eigene Fälschung prägen diese Bilder unsere Erwartungshaltung an uns selbst. Die Filter unserer Smartphone-Apps sind Fluch und Segen unserer selbstdarstellerischen Zeit.

#SKINPOSITIVITY – viel mehr als ein Hashtag

Umso schöner, dass mit Hashtags wie #skinpositivity zumindest punktuell immer wieder ein wichtiges Zeichen gesetzt wird. Auf Instagram findet man immerhin schon mehr als 40.000 Beiträge zu #skinpositivity. User*innen aus aller Welt zeigen unter diesem Hashtag ihre Haut, wie sie nun einmal ist. Darunter oft die ungeschminkte Wahrheit von akuten Hautproblemen wie Akne, atopischer Dermatitis oder Psoriasis (Schuppenflechte).

In den Bildunterschriften schildern die Betroffenen ihren Leidensweg, ermuntern sich gegenseitig, teilen Pflegetipps und möchten vor allem eines: mit sich und ihrer Haut ins Reine kommen. Sie berichten von belastenden Erfahrungen, wenn andere Menschen sie offen anstarren und darüber, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Zwar kann eine moderne und typgerechte Hautpflege heute viel erreichen und Dermatologen Hauterkrankungen wie Akne oder Psoriasis sehr gut behandeln. Trotzdem braucht die Haut stets Zeit, um zu heilen oder auch nur, um sich zu regenerieren. Und es gibt immer Rückfälle. Auch von diesen Rückfällen berichten die Teilnehmer der #skinpositivity-Bewegung offen und ungeschönt – und genau das macht anderen Betroffenen Mut. Denn eine schöne, gesunde Haut erfordert Geduld, vor allem, wenn Hautkrankheiten eine Rolle spielen. Deswegen ist es so wichtig, den Betroffenen den unmittelbaren Druck zu nehmen, möglichst schnell eine Verbesserung ihres Hautbilds zu erreichen. Dieser Leistungsdruck ist fatal und führt zu wahllosen, viel zu häufigen Produktwechseln. Der gestressten Haut wird so die Chance genommen, sich langsam an eine neue Pflege oder einen Wirkstoff zu gewöhnen. Zu schnelle Wechsel überfordern jede Haut und machen Unverträglichkeiten schlechter nachvollziehbar.

Wie viel „Anti“ steckt in „Anti-Aging“?

Fröhlich lächelnde ältere Frau mit Falten im Gesicht, die sich Creme aufträgt

Ab einem gewissen Alter begegnet einem der Begriff „Anti-Aging“ unweigerlich immer häufiger: Er gehört zum festen Vokabular vieler Lifestylezeitschriften und Modemagazine. Ärzte, Wellnesseinrichtungen und die Nahrungsmittelindustrie bezeichnen damit die unterschiedlichsten Angebote zur „Verjüngung“. Am gegenwärtigsten ist der Begriff aber noch immer im Beauty-Regal. Mit dem Doppel-A wird alles umschrieben, was die Zeit zurückdrehen soll: Für jünger aussehende Haut, ein vitaleres Erscheinungsbild, mehr Spaß und Erfolg im Leben – so zumindest die unterschwellige Botschaft. Doch was ist mit Anti-Aging überhaupt gemeint?

Anti-Aging: Handbremse oder Zeitmaschine?

Auch wenn Anti-Aging zweifelsohne ein Marketingbegriff ist, so gibt es dennoch eine fachliche Definition. Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff „Anti-Aging, auch Altersverhinderung, Maßnahmen, die zum Ziel haben, die Lebensqualität im Alter möglichst lange auf hohem Niveau zu erhalten und den biologischen Alterungsprozess hinauszuzögern, um damit die Lebenserwartung zu verlängern.“ Laut Wikipedia hat Anti-Aging aber nicht zum Ziel, das Rad der Zeit zurückzudrehen, sondern lediglich „Alterungsprozesse zu verlangsamen“. Für die Zurücksetzung von biologischen Alterungsprozessen, zum Beispiel durch medizinische Eingriffe, hat die Fachwelt den Begriff „Verjüngung“ reserviert.

Wenn ein Kosmetikhersteller also ein Produkt (oder einen Wirkstoff) mit dem Begriff Anti-Aging bewirbt, so ist in aller Regel damit gemeint, dass die natürlichen Alterungsprozesse in der Haut verlangsamt (und deren sichtbare Anzeichen hinausgezögert) werden sollen. So weit, so legitim – sofern die Versprechen realistisch sind. Doch warum polarisiert der Begriff neuerdings so sehr?

Anti-Aging: Ein Begriff sieht alt aus

Seit einiger Zeit regt sich Widerstand gegen das Wort Anti-Aging. Frauenzeitschriften streichen den Begriff öffentlich aus ihrem Vokabular, Umfragen unter Journalist:innen spiegeln wider, dass der Begriff zunehmend als frauenfeindlich, altersfeindlich und sexistisch verstanden wird. Anti-Aging bezeichne den natürlichen Prozess des Alterns als Krankheit, die bekämpft werden müsse, so der Tenor. Gerade im Social Media Zeitalter, indem der Jugend- und Perfektionswahn groteske Züge annimmt, gieße der Begriff nur noch weiter Öl ins sprichwörtliche Feuer, so die Schlussfolgerung.

In der Folge entstanden und entstehen immer neue Umschreibungen, die auf das Wörtchen „Anti“ verzichten – zum Beispiel diese hier:

  • Pro aging
  • Well aging
  • Slow aging
  • Gentle aging
  • Age control

Doch es gibt auch Befürworter:innen des Begriffs „Anti-Aging“: Sie halten den Kritiker:innen entgegen, dass durch die neuen Begriffe im Grunde nichts anderes gesagt wird, nämlich das Kontrollieren oder Verlangsamen der natürlichen Alterungsprozesse. Oder schlicht: Die bewusste Pflege des eigenen Äußeren. Als weiteres Argument wird angeführt, dass mehr als zwei Drittel der sichtbaren Hautalterung eben nicht naturgegeben (intrinsisch), sondern „selbstgemacht“ (extrinsisch) sind – vorrangig durch zu hohen Konsum von Sonne, Alkohol und Zigaretten. Ihre Schlussfolgerung: Ähnlich selbstbestimmt sollte dann auch der Versuch sein, diese Anzeichen abzumildern, zum Beispiel mit einer passenden Creme.

Vielleicht lässt sich in dem Wort „selbstbestimmt“ der Konsens zum Begriff des praktizierten „Anti-agings“ finden. Denn natürlich kann und darf jede:r so altern, wie er oder sie das möchte.

Übrigens: Wir bei HighDroxy haben uns für den Begriff „Slow aging“ entschieden, wenn wir entsprechende Wirkstoffe oder Wirkweisen beschreiben. Denn darum geht es: Die Alterungsprozesse in der Haut bei Bedarf zu verlangsamen. Mehr zum Thema Hautalterung und den inneren und äußeren Alterungsfaktoren erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.