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Wissenswertes über unsere Haut und ihre Pflege.

Freie Radikale – so schaden sie unser Haut

Freie Radikale bedrohen die Hautzellen und fördern entzündliche Prozesse.

Was sind freie Radikale eigentlich?

Freie Radikale sind Molekül-Fragmente und ziemlich cholerische Zeitgenossen. Sie tragen ein einzelnes, ungepaartes Elektron – aus ihrer Sicht ein unhaltbarer Zustand. Auf der Suche nach einem neuen Bindungspartner rasten die chemisch überaus reaktionsfreudigen Radikale förmlich aus: Treffen sie auf ein Atom, entreißen sie ihm sofort ein Elektron und treten damit eine Kettenreaktion los: Ihre Kollision mit dem Atom lässt dieses selbst zum Freien Radikal werden.

Zu allem Übel richten sie dabei weiteren Schaden an. Sie schießen Löcher in die Zellmembran, verändern das Erbgut, stören Stoffwechselprozesse, zerstören Proteine und noch einiges mehr. In der Summe nennt man diesen Amoklauf oxidativen Stress. Und genau dieser Stress ist das Problem: Entzündungen, Krankheiten, Mutationen – sie alle beginnen mit einem Übermaß an gestressten oder geschädigten Zellen.

Die Menge macht den Stress: Quellen von Freien Radikalen

Freie Radikale sind zu jedem Zeitpunkt Teil unseres Zellstoffwechsels – sie gehören zu uns, auch wenn sie eigentlich nur Ärger machen. Unser Körper kommt mit diesen hausgemachten Zell-Störenfrieden gut zurecht. Problematisch wird es, wenn sie Überhand nehmen. Denn zusätzlich zu den körpereigenen freien Radikalen entstehen diese zusätzlich zahlreich durch schädliche Umwelteinflüsse wie z.B. Umweltgifte, Zigarettenrauch oder UV-Strahlung.

So inhaliert ein Raucher mit jedem Zug am Glimmstängel rund 100 Billionen freie Radikale. So viele Reiskörner würden locker ausreichen, um die gesamte Bundesrepublik Deutschland zu bedecken!

Auch die Sonne begünstigt die oben beschriebene Kettenreaktion, denn sie erzeugt oxidativen Stress in der Zelle. Für die sichtbare vorzeitige Hautalterung ist dabei vor allem die UV-A-Strahlung verantwortlich, da sie rund zur Hälfte bis tief in die Lederhaut vordringt. Die UVB-Strahlung reicht nicht so tief, ist aber tückischer, denn sie schädigt die Zell-DNA, was die Entstehung von Hautkrebs begünstigt.

Diese Hautschäden werden durch freie Radikale begünstigt

Mit den freien Radikalen kommt der oxidative Stress in die Zelle. Im Grunde werden dadurch sämtliche Alterungsprozesse begünstigt:

  • Dadurch, dass die Kettenreaktion der freien Radikale der Zellmembran der Hautzelle Elektronen entreißt, wird ihr Stoffwechsel gestört. dies kann den Zelltod beschleunigen.
  • Auf ihrem Raubzug unterscheiden sind die freien Radikale leider nicht wählerisch. Sie attackieren nicht nur Viren oder Bakterien, sondern zum Beispiel auch die Lipide der Hautschutzbarriere. Schafft die Hautbarriere es nicht, die Löcher im Lipidfilm zu schließen, wird sie brüchig und kann ihre Schutzfunktion nicht mehr ausreichend wahrnehmen.
  • Auch weitere, für die Haut wichtige Bausteine fallen den freien Radikalen zum Opfer: Keratin, Elastin und Kollagen werden schneller abgebaut und lassen das Volumen und die Elastizität der Haut schrumpfen.
  • Auch der Schaden, der außerhalb der Hautzellen angerichtet wird, fällt negativ auf die Haut zurück: Hautkrankheiten werden ausgelöst oder begünstigt.

Zusammengefasst: Der durch freie Radikale ausgelöste oxidative Stress ist der größte Feind der Hautzelle. Er behindert ihre Regeneration, begünstigt zerstörerische Prozesse und richtet auch außerhalb der Haut Schaden an, der die Hautgesundheit beeinträchtigt.

Antioxidantien – generöse Superhelden

Kein Bösewicht ohne Superheld, der für das Gute kämpft! Das gilt zum Glück nicht nur für Hollywood, sondern auch für unsere Haut. Besagte Superhelden heißen in diesem Falle Antioxidantien. Denn sie helfen dem Körper, sein chemisches Gleichgewicht zu erhalten.

Antioxidantien sind z.B. bestimmte Vitamine und Spurenelemente, die als körpereigene Abfangjäger fungieren und einen Überschuss an Elektronen haben. Sie können den freien Radikalen als durchaus ein freies Elektron spenden ohne selbst Schaden zu nehmen. Damit sind Antioxidantien in der Lage, freien Radikalen die Wucht zu nehmen und sie in stabile und unschädliche Verbindungen umzuwandeln, sodass sie ganz normal verstoffwechselt werden können. Auch in der Hautpflege spielen Antioxidantien ein Rolle – so ist es absolut sinnvoll z.B. eine Sonnencreme mit antioxidativen Inhaltsstoffen zu verwenden. So wird es den durch UV-Strahlung erzeugten freien Radikalen etwas schwerer gemacht, durch die Schutzschicht aus Antioxidantien Schaden zu erzeugen.

Da Antioxidantien in unserem Körper vorkommen, sind sie natürlich auch in der Haut vorhanden und bekämpfen freie Radikale. Dennoch kann man Antioxidantien unterstützen. Bezogen auf die Haut sind also Produkte mit einem möglichst hoch dosierten Anteil an Antioxidantien sinnvoll – am besten, wenn unterschiedliche Antioxidantien kombiniert werden. Produkte, die Antioxidantien enthalten sollten möglichst keinen Kontakt mit Licht und Sauerstoff haben, denn sie reagieren ziemlich empfindlich darauf und verlieren ihre Wirksamkeit.

Die Vitamine A, B, C, E und H sind nicht nur in der Ernährung, sondern auch in der Hautpflege von Vorteil: Von außen zugeführt, wirken sie antioxidativ gegen freie Radikale. Zusätzlich gibt es viele weitere Wirkstoffe wie Q10 oder Magnolienextrakt, welche die ungeliebten freien Radikale neutralisieren.

Gut zu wissen: Alle Produkte von HighDroxy enthalten Antioxidantien – sie gehören zur ausgewogenen Formulierung eines Pflegeproduktes einfach dazu.

Bildquelle: shutterstock.com / SciePro