Face your Skin Logo Hautbuch

Wissenswertes über unsere Haut und ihre Pflege.

Die Sonne – Freund oder Feind?

aus-haenden-geformtes-herz-mit-sonne-im-zentrum-vor-himmel

Ohne Sonne kein Leben auf unserer Erde – immerhin dreht sich unser ganzes Sonnensystem um diesen Stern. In der Regel lieben wir die Sonne – sie wärmt und macht gute Laune. Auch auf unseren Körper hat sie Auswirkungen: Sie hilft uns, Vitamin D zu produzieren, kurbelt die Serotoninproduktion an und verleiht unserer Haut einen gewissen Teint. Dass Sie Sonnenstrahlen in Maßen und mit Bedacht genießen sollten, ist mittlerweile keine große Neuigkeit mehr – über die Gefahren durch Ozon und Hautkrebs wird regelmäßig aufgeklärt.  

Vitamin D: Das Sonnenvitamin

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das nicht allein über die Nahrung zugeführt, sondern vom Körper selbst gebildet werden kann, und zwar in der Haut. Notwendige Voraussetzung ist die Sonne – also Bestrahlung der Haut mit UV Licht.

  • Zwar kann man auch über die Nahrung Vitamin D aufnehmen, dazu müsste man jedoch eine ganze Menge essen. Weniger kalorienreich ist dagegen ein Aufenthalt in der Sonne: Bereits nach wenigen Minuten wird unsere Vitamin D-Produktion angekurbelt.
  • An einem Sommertag reicht es aus, Gesicht, Hände und Unterarme eine Viertelstunde lang in die Sonne zu halten.
  • Beachten Sie bitte, dass die Fähigkeit Vitamin D zu produzieren auch von Alter und Hautfarbe abhängig ist: Hellhäutige Menschen nehmen Sonne leichter auf, als dunkelhäutige Menschen. Auch ältere Menschen bilden weniger Vitamin Dals jüngere.

Es geht nicht ohne: Energielieferant Sonne

Kaum zeigt sich die Sonne im Frühjahr, werfen wir oftmals unsere Vernunft über Bord: Die lang ersehnte Sonne lassen wir uns sowohl in heimischen Gefilden als auch im Urlaub gerne auf die nackte Haut scheinen. Trotz besseren Wissens um die Gefahren sind viele Menschen „anfällig“ für die wärmenden Sonnenstrahlen. Tatsächlich haben sich dem Thema schon Suchtforscher angenommen – viele Sonnenanbeter erfüllen nämlich sogar objektiv messbare Kriterien für eine Suchtkrankheit. Setzten wir uns der Sonne aus, werden außerdem körpereigene Endorphine freigesetzt. Diese wiederum lösen eine Art Rausch in uns aus und – machen letztlich süchtig.

In Maßen genossen jedoch, ist Sonne nicht nur ein wichtiger Energielieferant und Produzent von Vitamin D, sie hält uns gesund und fehlt uns, wenn wir längere Zeit ohne sie auskommen müssen, z.B. im Winter.

So verhindern Sie den Winterblues

Im Winter halten sich viele Menschen seltener im Freien auf als im Sommer. Erschwerend für die Produktion von Vitamin D kommt hinzu, dass die Sonne in unseren Breitengraden ab Herbst so tief steht, dass Sonnenstrahlen in einem flachen Winkel einfallen und ihre Wirkung weniger stark entfalten.

  • Laut Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts und des Max-Rubner-Instituts sind 60 Prozent der Deutschen im Winter mit Vitamin D unterversorgt.
  • Aus diesem Grund kann über eine Versorgung mit Vitamin D-Präparaten für Säuglinge, ältere Menschen und Jugendliche speziell in Herbst und Winter nachgedacht werden.
  • Gesunde Erwachsene sollten versuchen, auch im Winter die wenigen Sonnenstunden zu nutzen und sich im Freien aufzuhalten. Das hilft nebenbei auch gegen den Winterblues, denn Sonnenlicht regt die Produktion des Glückshormons Serotonin an.
  • Im Dunkeln hingegen wird verstärkt das Schlafhormon Melatonin gebildet. Fehlt unserem Körper das natürliche Licht, werden wir müde und lustlos. Wer unter Erschöpfung, Melancholie und übermäßigem Appetit leidet, den könnte evtl. der Winterblues erwischt haben.

UVA und UVB – die negativen Seiten der Sonne

Trotz der positiven Effekte ist ein ausgedehntes Sonnenbad für Ihre Haut in der Tat Schwerstarbeit. Übermäßige Sonnenstrahlung führt zu Zellschäden und beschleunigt die Hautalterung. Schuld daran sind die im Sonnenlicht enthaltenen UVA- und UVB-Strahlen.

Wie schädlich ist UVB-Strahlung?

  • UVB-Strahlung ist für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlich.
  • UVB-Strahlen durchdringen in erster Linie die oberste Hautschicht. Der Körper reagiert darauf mit der erhöhten Ausschüttung von Melanin, dem Farbstoff, der unsere Haut bräunt. Außerdem bildet sich an der Hautoberfläche eine Art Hornschicht, die auch Lichtschwiele genannt wird. Bis diese Schutzmechanismen der Haut auf Hochtouren laufen, können jedoch Wochen vergehen. Bis dahin kann das UVB-Licht weitestgehend ungehindert in die Haut eindringen (Stichwort Sonnenbrand)
  • UVB-Strahlen verändern das Erbgut der Hautzellen

Wie schädlich ist UVA-Strahlung?

  • Die längerwelligen UVA-Strahlen verursachen ebenfalls Hautschäden. UVA-Strahlen sind zudem tückischer als UVB-Licht, denn UVA-Strahlen dringen tiefer – bis in das Bindegewebe – ein
  • Hautschäden, die durch UVA ausgelöst werden, sind erst Jahre später sichtbar, beispielsweise in Form von Hyperpigmentierung, also die übermäßige Einlagerung von Melanin.
  • UVA-Strahlen lösen im Bindegewebe chemische Prozesse aus, durch die freie Radikale gelöst werden. Freie Radikale sind nicht nur als Mitverursacher von Krebs bekannt, sie greifen außerdem unsere Elastin- und Kollagen-Depots an. Gerade diese beiden Stoffe sind jedoch wichtig für eine straffe und junge Haut. Die Folge: Das Kollagennetz bekommt Löcher. Und diese sind als Falten in der Haut sichtbar.
  • UVA-Strahlen verändern das Erbgut der Hautzellen
  • Solarien arbeiten überwiegend mit UVA-Licht, aus diesem Grund wurde im August 2009 entschieden, dass diese Solarien erst ab 18 Jahren besucht werden dürfen. Kein Wunder, denn laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt das Hautkrebsrisiko um bis zu 75 Prozent zu, wenn man vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Sonnenbänke nutzt.
  • UVA-Strahlung kann Glasscheiben durchdringen und ist auch bei wolkigem Himmel oder Dunst vorhanden.
uva-strahlung-laesst-haut-altern-uvb-strahlung-erzeugt-sonnenbrand
Was bewirkt UVA und UVB Strahlung in der Sonne?

UVA ist also vorrangig für die Hautalterung verantwortlich, UVB beschert uns den Sonnenbrand. Eines haben beide Strahlungsarten gemeinsam: Sie können Hautkrebs verursachen!  

Die Haut führt ein Schaden-Konto

Mittlerweile zählt Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Ärzte und Verbände sind sich einig, dass der größte Risikofaktor für seine Entstehung schlicht übermäßige Sonnenbestrahlung ist. Das Problem: Unsere Haut vergisst nicht, sondern führt sozusagen ein Schaden-Konto. Nicht nur jeder Sonnenbrand, sondern auch lange Sonnenbäder schädigen die Haut. Ganz individuell hat jeder Mensch ein „Guthaben“, was er oder sie an Sonnenbestrahlung verträgt und das ist zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgebraucht. So gehen fast 80 Prozent der Hautschäden – dazu gehören leider auch schwarzer und weißer Hautkrebs –  im Alter auf Jugendsünden zurück. Daher ist es wichtig, dass bereits in jungen Jahren auf Sonnenschutz geachtet wird. Nutzen Sie Produkte mit gut-verträglichen UV-Filtern. Hier lesen Sie wichtige Fakten rund um UV-Filter. Natürlich sollten Sonnenschutzprodukte vor UVA- und UVB-Strahlung schützen, aber dies ist mittlerweile bei nahezu allen Produkten der Fall. Ganz anders noch in den 80er und 90er Jahren – hier war der Schutz vor UVA-Strahlung noch kein Thema. Der anteilige UVA-Schutz eines Sonnenschutzproduktes muss ein Drittel des UVB-Schutzes beinhalten, sonst darf das UVA-Siegel nicht verwendet werden. Übrigens: Das UVA-Siegel finden Sie je nach Hersteller auf dem Produkt selber, auf dem Beipackzettel oder der Verpackung des Produktes.

HighDroxy bietet zwei Sonnenschutzprodukte an, die selbstredend vor UVA und vor UVB Strahlung schützen: Das DAY LIGHT 30 hat schützt mit Faktor 30 vor UVB und mit Faktor 12 vor UVA-Strahlung.

D-FENCE 50 hat einen UVB Schutz von 50 und einen UVA-Schutz von 32. Vergessen Sie bitte nicht, dass es bei jedem Sonnenschutzprodukt darauf ankommt, wie Sie es verwenden. Mehr Infos dazu haben wir in einem eignen Artikel für Sie zusammengefasst.

Neben Sonnenschutzprodukten zum Auftragen auf die Haut, gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, die Sonne auf gesunde Art und Weise zu genießen. Tipps dazu finden Sie in unserem Artikel zum Sonnenschutz im Alltag und im Urlaub.

Bildnachweis: BeeBuddy/istockphoto.com