Mandelsäure – die bessere Fruchtsäure

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Was sind Fruchtsäuren?

Fruchtsäuren kommen natürlicherweise in vielen Pflanzen und deren Früchten vor. Dazu gehören zum Beispiel Apfelsäure, Citronensäure, Glycolsäure, Mandelsäure, Milchsäure, Salicylsäure oder Weinsäure. Fast alle diese Säuren sind sogenannte Alpha Hydroxy Säuren, die zu der gängigen Abkürzung AHA (von der englischen Bezeichnung „Alpha-Hydroxy-Acids“) geführt haben. Die oben genannte Salicylsäure gehört zu einer weiteren Gruppe und wird als BHA bezeichnet („Beta-Hydroxy-Acids“).

Fruchtsäuren werden längst nicht nur in der Hautpflege eingesetzt, sondern zum Beispiel auch als Säuerungsmittel von Lebensmitteln, oder zu Konservierungszwecken. In der Hautpflege kommen einige der oben genannten Fruchtsäuren wegen ihrer exfolierenden Eigenschaften zum Einsatz.

 

Was macht Mandelsäure besser?

Die bisher populärste Fruchtsäure in exfolierenden Hautpflegeprodukten ist die Glykolsäure. Sie findet sich in frei erhältlichen Produkten in Konzentrationen von bis zu 15% und hat die typischen Effekte, die wir in unserem Artikel über Exfoliation beschrieben haben.

Allerdings haben wir bei der Entwicklung unseres Face Serums ganz bewusst auf den Einsatz von Glykolsäure verzichtet und auf die Mandelsäure gesetzt. Denn Mandelsäure hat – bei vergleichbaren oder sogar besseren Resultaten – einige Vorteile gegenüber der Glykolsäure, wie der amerikanische Dermatologe Mark B. Taylor in einer dreijährigen Studie ausgiebig belegen konnte.

Die wichtigsten Vorteile von Mandelsäure erklären wir Ihnen hier:

1. Mandelsäure ist mild und sehr gut verträglich

Ein großer Vorteil von Mandelsäure ist ihre sehr gute Verträglichkeit, auch bei sensiblen Hauttypen. Der Grund: Im Vergleich zur Glykolsäure hat die Mandelsäure deutlich größere Moleküle. Sie dringt dadurch langsamer und gleichmäßiger in tiefere Hautschichten vor und reizt die Haut deswegen weit weniger.
Ähnlich hochdosierte Glykolsäure Produkte hingegen können nach dem Auftragen ein Pieksen oder Brennen verursachen, oder die Haut zum Pellen bringen – das letzte was man braucht, wenn man versucht sein Hautbild zu verbessern!

2. Mandelsäure hilft bei Hyperpigmentierung

Mandelsäure hat einen hauttonausgleichenden Effekt, wie die eingangs genannte Studie anhand von Fotos eindrucksvoll belegt. Die verstärkte Einlagerung von Melanin, die sich in dunkler gefärbten Flecken zeigt (sogenannte Melasmen), wurde bei regelmäßiger Verwendung von Produkten mit 10 % Mandelsäure aufgebrochen und die Flecken wurden schwächer. Auch Pickelmale, sogenannte Hyperchromien, konnten gemildert werden.

3. Mandelsäure wirkt antibiotisch

In der Medizin wird Mandelsäure schon seit Langem aufgrund ihrer antibiotischen Wirkung eingesetzt, und von genau dieser Wirkung profitiert auch fettige, zu Unreinheiten neigende Haut. Denn das überschüssige Hautfett bietet leider einen idealen Nährboden für Bakterien, die wiederum für entzündete Pickel verantwortlich sind.
Mandelsäure entzieht diesen Bakterien die Grundlage für ihr Wachstum. Übrigens ist Mandelsäure die einzige Alpha-Hydroxy-Säure mit dieser natürlichen antibiotischen Wirkung. Nur die BHA Salicylsäure hat eine vergleichbare Eigenschaft.

 

Last but not least: Mandelsäure exfoliert!

Wussten Sie schon: Fruchtsäuren sind die bessere Alternative zu aggressiven mechanischen Peelings, um die Hautoberfläche regelmäßig von überflüssigen Hautzellen zu befreien.  Sie lösen diese Hautzellen sanft ab, glätten und klären die Hautoberfläche und regen zugleich in den tieferen Hautschichten die Kollagenproduktion an. Diesen Job macht natürlich auch die Mandelsäure ganz hervorragend. Ein echtes Multitasking-Talent!

 

Bildnachweis: Olgaorly/iStockphoto.com